NORA

Also hier stand ich nun, und wusste eigentlich gar nicht, was ich hier sollte. Auf die Einladung des Gastgebers folgend, setzte ich mich ins Taxi, und ließ mich auf die Party bringen. Reiner, der den ganzen Zirkus hier veranstaltete, war ein guter Kunde von mir, und mittlerweile auch ein besonderer Freund. Ich trank einen Metaxa, während mein Blick durch die Halle schweifte. Es ist verdammt lange her, dass ich so viele gut aussehende Menschen auf einen Haufen gesehen habe. Im Saal machte sich eine Stimmung aus Macht, Geld und auch ein wenig Erotik breit. Während ich so die Anwesenden beobachtete, stellte sich fast unbemerkt, nur durch den süßen Duft ihres Parfüms verraten, eine junge äußerst attraktive, Schwarzhaarige neben mich. »Finden Weiter lesen→

Der Maler und sein Pinsel

Es kam nicht oft vor, dass mich der Meister mit dem anderen Azubi zusammen auf eine Baustelle schickte. Genaugenommen war Torsten schon kein Azubi mehr. In drei Tagen sollte er seinen Gesellenbrief als Maler und Lackierer erhalten. Ich war erst am Ende des ersten Lehrjahres und in unserer Kleinstadt der einzige weibliche Malerlehrling. Torsten hatte schon ganz gute Allüren drauf. Es machte ihm sichtlich Freude, den erfahreneren Fachmann herauszustreichen. Eigentlich juckte mich das gar nicht richtig. Aber einmal, als ich nach seiner Meinung die Wand mal wieder nicht satt genug eingestrichen hatte, sagte ich so dahin: “Du kannst mich mal.” Wie vom Blitz getroffen war er von der Leiter herunter, nahm mich in seine Arme und hauchte ganz dicht vor Weiter lesen→